MyFoot Diabetikerschuhe sind auf die biomechanischen und klinischen Anforderungen des diabetischen Fußes ausgelegt,
mit besonderem Fokus auf Druckumverteilung, Reibungsreduzierung, Anpassungsfähigkeit, Stabilität und Schutz.
Wann brauche ich diabetisches Schuhwerk?
Diabetes geht häufig mit peripherer Neuropathie und einer beeinträchtigten peripheren Durchblutung einher.
Periphere Neuropathie bedeutet, dass die Nerven in den Füßen geschädigt werden können, wodurch das Schmerz-, Wärme-, Druck- oder Verletzungsgefühl bei kleinen Verletzungen abnimmt.
Eine beeinträchtigte Durchblutung bedeutet, dass die Blutzufuhr zu den Füßen reduziert sein kann, was die Wundheilung erschwert. Dadurch kann eine kleine Blase, Schnittwunde oder Druckstelle unbemerkt bleiben
und sich möglicherweise zu einem diabetischen Fußulkus oder einer Infektion entwickeln.
Aus diesem Grund ist geeignetes Schuhwerk ein wichtiger Bestandteil, um vermeidbaren mechanischen
Stress am diabetischen Fuß zu verringern.
Druckumverteilung und Abrollsohle
MyFoot verfügt über eine Rocker-Sohlengeometrie, die darauf ausgelegt ist, den maximalen Plantardruck zu reduzieren und
einen gleichmäßigeren Vortrieb beim Gehen zu unterstützen.
Einfacher gesagt hilft die gekrümmte Sohle dem Fuß, beim Gehen natürlicher nach vorne abzurollen,
und kann die stärksten Druckpunkte unter dem Fuß reduzieren. Dadurch wird die Belastung über eine größere Fläche verteilt, statt den übermäßigen Druck auf einen bestimmten Bereich zu konzentrieren.
Die Sohle
Die Konstruktion ist bewusst als mehrschichtiges System ausgelegt und kombiniert Dämpfung mit ausreichender struktureller Stabilität.
Die Mittelsohle
Die Mittelsohle ist leicht, aber relativ fest und widerstandsfähig. Ihre Aufgabe ist nicht nur die Dämpfung, sondern auch, die vorgesehene Form und Geometrie des Schuhs beim Gehen zu erhalten.
Insbesondere hilft sie der Abrollform, ihre Gestalt zu bewahren, statt sich unter dem Körpergewicht übermäßig zu verformen. Das Erhalten dieser Geometrie ist wichtig, weil eine zu starke Verformung die Druckverteilung über den Fuß verändern und die Wirksamkeit des Abrollkonzepts verringern kann.
Die festere Mittelsohle hilft außerdem, ein zunehmendes Zusammendrücken oder den Verlust der strukturellen Eigenschaften der Sohle bei langfristiger Nutzung zu verhindern. Dadurch bleibt die mechanische Leistung des Schuhs über seine gesamte Lebensdauer hinweg konstanter.
Die Laufsohle
Die Laufsohle verwendet ein weicheres, nachgiebigeres Material, um zu dämpfen und die Stöße beim Bodenkontakt des Fußes abzufangen.
Zusammen mit der Mittelsohle trägt diese Konstruktion dazu bei, Stöße zu mindern und Kräfte gleichmäßiger zu verteilen, wodurch der mechanische Stress auf empfindliche Bereiche des Fußes reduziert wird.
Wichtig ist: Maximale Weichheit ist nicht automatisch gleichbedeutend mit optimalem Schutz. Eine extrem weiche Sohle kann sich anfangs zwar sehr bequem anfühlen, aber übermäßige Weichheit oder Instabilität kann dazu führen, dass sich der Fuß im Schuh zu stark bewegt.
Je nach Biomechanik der Person kann dies zu einer stärkeren Pronation oder Supination beitragen — also zu einer übermäßigen Einwärts- oder Auswärtsbewegung des Fußes unter Belastung.
Für einen diabetischen Fuß kann die Kontrolle unnötiger Bewegungen und eine vorhersehbare Lastverteilung ebenso wichtig sein wie die Dämpfung.
MyFoot zielt daher darauf ab, ein Gleichgewicht zwischen Dämpfung, Druckreduzierung und
mechanischer Stabilität zu erreichen, anstatt die Sohle einfach so weich wie möglich zu machen.
Schützendes Futter und Innenklima
Auch das Futtersystem ist speziell für die Bedürfnisse empfindlicher Füße entwickelt.
Das Innenfutter kombiniert weichen Moleskin mit einem druckreaktiven Spacer-Schaum
und schafft so eine glatte, gepolsterte Schicht zwischen Fuß und Schuh.
Der Moleskin bietet eine weiche, reibungsarme Oberfläche auf der Haut, während der Spacer-Schaum
zusätzlich dämpft und hilft, das Futter an die individuellen Konturen des Fußes anzupassen.
Der Spacer-Schaum besitzt viskoelastische, gedächtnisähnliche Eigenschaften. Wenn Druck ausgeübt wird, komprimiert sich der Schaum allmählich und passt sich der Form des Fußes an, statt sich wie ein starres Material zu verhalten, das sofort gegen Bereiche mit höherem Druck zurückdrückt.
Wenn der Druck reduziert oder entfernt wird, nimmt der Schaum allmählich wieder seine ursprüngliche Form an.
Diese langsame Reaktion ermöglicht es dem Futter, sich während des Gebrauchs fortlaufend an Veränderungen der Fußkonturen und der Druckverteilung anzupassen und zugleich unnötigen Gegendruck zu vermeiden.
Praktisch gesehen kann der Schaum Bereiche wie Zehen, Mittelfuß, Ballen oder andere anatomische Vorwölbungen aufnehmen, statt den Fuß zu zwingen, sich einer festen Innenform anzupassen.
Das Ergebnis ist eine weichere und anpassungsfähigere Kontaktfläche, die lokalen Druck über eine größere Fläche verteilt und Reibung sowie konzentrierte Druckstellen reduziert — besonders wichtig für Menschen mit diabetischer Neuropathie, die möglicherweise einen erhöhten Druck oder Reizungen weniger wahrnehmen.
Platz, Passform und Anpassung
Das Obermaterial ist speziell darauf ausgelegt, äußeren Druck und Reibung zu minimieren. Zusätzliche Tiefe und eine breite Zehenbox bieten mehr Platz für Schwellungen, Veränderungen der Fußform, Deformitäten und orthopädische Einlagen.
Dadurch wird verhindert, dass der Schuh die Zehen zusammendrückt oder auf Bereiche drückt, die bereits anfällig sein können.
Die nahtlose Innenkonstruktion minimiert innere Reibung und vermeidet hervorstehende Nähte, die an der Haut scheuern können. Das ist besonders wichtig für Menschen mit vermindertem Gefühl,
die Reizungen möglicherweise erst bemerken, wenn bereits Hautschäden entstanden sind.
MyFoot verwendet weiche, dehnbare und nicht einschnürende Materialien, die sich an die Form des Fußes anpassen,
anstatt starre Druckpunkte zu erzeugen. Dies ist besonders nützlich in Bereichen wie den
Zehen, Ballenzehen und anderen anatomischen Vorsprüngen.
Verstellbare Verschlüsse, einschließlich Schnürsenkeln und Klettsystemen, ermöglichen es, die Passform im Laufe des Tages an verändertes Fußvolumen und Schwellungen anzupassen.
Technische Schuhkonstruktion und funktionale Details
Über die allgemeine Geometrie und die Materialien des Schuhs hinaus integriert MyFoot eine Reihe spezifischer
Konstruktionsdetails, die unnötigen Druck, Reibung und mechanische Belastung
reduzieren sollen und gleichzeitig eine angemessene Stabilität und Benutzerfreundlichkeit gewährleisten.
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Reduzierte Zehenkappe
Die Zehenkappe, also die strukturelle Verstärkung im vorderen Bereich des Schuhs, ist bewusst
so kurz wie praktisch möglich gehalten. Dadurch wird die Menge an starrem Material über dem Vorfuß reduziert und der Kontakt sowie Druck auf die Zehen beim Gehen verringert.
Das Design bietet die notwendige strukturelle Unterstützung für das Obermaterial und ermöglicht gleichzeitig mehr Bewegungsfreiheit und Anpassung im Zehenbereich.
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Weiche und anatomisch stützende Fersenkappe
Die Fersenkappe ist so gestaltet, dass sie etwas höher und länger ist als bei einer herkömmlichen weichen Schuhkappe, um eine ausreichende Stabilität des Rückfußes zu bieten und den Fuß in einer konstanten Position im Schuh zu halten.
Gleichzeitig wird bei der Konstruktion auf die Empfindlichkeit des Fersenbereichs geachtet, um unnötige Steifigkeit oder übermäßigen Druck zu vermeiden.
Die Fersenkappen bestehen aus einem thermoplastischen Material, das bei Bedarf durch Wärmeeinwirkung geformt werden kann. Dadurch lässt sich die Kappe weiter an die individuelle Form des Fußes anpassen und Druckstellen, unerwünschter Kontakt und Reibung im Fersenbereich können verringert werden.
Diese Anpassbarkeit ist besonders nützlich, wenn anatomische Abweichungen oder ausgeprägte Stellen zusätzlichen Raum erfordern.
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Leicht zu greifende Reißverschluss-Zipper
Alle Reißverschlüsse sind mit großen, leicht zu greifenden Zippern ausgestattet. Das erleichtert das Öffnen und Schließen des Schuhs für Nutzerinnen und Nutzer mit verminderter Fingerempfindlichkeit, eingeschränkter Fingerfertigkeit oder Schwierigkeiten beim Umgang mit kleinen herkömmlichen Reißverschlusslaschen.
Der größere Zipper bietet einen besser zugänglichen Kontaktpunkt und kann die selbstständige Nutzung des Schuhwerks erleichtern.
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Sicheres Klettverschlusssystem
Die Klettverschlusssysteme verfügen über Stopper, die verhindern sollen, dass der Verschlussriemen unbeabsichtigt aus seiner Führungsrolle herausrutscht.
Dadurch bleibt das Verschlusssystem beim wiederholten Öffnen und Schließen korrekt positioniert und unterstützt eine gleichbleibende Einstellung des Schuhs.
Zusammen ergänzen diese Konstruktionsdetails die übergeordneten Designprinzipien des MyFoot
Diabetikerschuhs, indem sie sich nicht nur mit Druck und Dämpfung befassen, sondern auch mit der praktischen mechanischen
Interaktion zwischen Schuh und Fuß.
Ziel ist es, angemessene Anpassung und Stabilität zu bieten und gleichzeitig unnötigen
Kontakt, Reibung, Druck und Schwierigkeiten im Alltag zu minimieren.
Klinisch fundierte Entwicklung
MyFoot hat diese Designprinzipien in Zusammenarbeit mit
spezialisierten Ärzten und Experten für orthopädisches Schuhwerk entwickelt und klinisch bewertet.
Ziel ist es, medizinisches Wissen, biomechanische Prinzipien und praktische Schuhtechnik zu verbinden, um die spezifischen mechanischen Herausforderungen des diabetischen Fußes anzugehen.
Das Ergebnis ist ein Schuhsystem, das nicht nur auf Komfort ausgelegt ist, sondern mehrere wichtige mechanische Risikofaktoren adressiert: übermäßigen plantaren Druck, Reibung, Kompression, Stoßbelastung, eingeschränkten Zehenraum, Veränderungen des Fußvolumens sowie übermäßige oder unkontrollierte Fußbewegungen.
Kurz gesagt, jedes wesentliche Element des MyFoot Diabetikerschuhs — von der Rocker-Sohle
und der stabilen Zwischensohle bis hin zum weichen, anpassungsfähigen Futter, dem nahtlosen Innenraum und der geräumigen Zehenbox — ist
darauf ausgelegt, den Fuß vor mechanischen Belastungen zu schützen, die andernfalls unbemerkt bleiben könnten.